Olivenöl, Ihr Mikrobiom und Ihr Gehirn

Olivenöl fasziniert Wissenschaftler weiterhin. Kein Wunder, denn natives Olivenöl extra bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Im Jahr 2026 wurden die Ergebnisse einer neuen Studie veröffentlicht, die einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen der Qualität von Olivenöl und der Gehirngesundheit aufzeigt[1].
Laut dieser Studie kann natives Olivenöl extra die kognitive Funktion im Alter unterstützen, indem es einen positiven Einfluss auf das Darmmikrobiom ausübt. Das mag im ersten Moment überraschend klingen, doch es gab bereits Hinweise darauf, dass die Darmbakterien die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen können[2]. Ein gesundes Darmmikrobiom trägt somit zu einem gesunden Geist bei. Ein bischen wie Mens sana in corpore sano.

Die Forscher begleiteten 656 Erwachsene im Alter von 55 bis 75 Jahren, die übergewichtig oder adipös waren und am metabolischen Syndrom (einer Stoffwechselstörung, die durch übermäßiges Essen und Bewegungsmangel verursacht wird) litten, über zwei Jahre. Teilnehmer, die regelmäßig natives Olivenöl extra konsumierten (oder damit begannen), wiesen eine größere Vielfalt in ihrem Darmmikrobiom und deutliche Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit auf. Dies steht im Gegensatz zu den Teilnehmern, die natives Olivenöl extra konsumierten, welches oft nur knapp die Kriterien für „nativ extra“ erfüllt. Bei ihnen nahm die Vielfalt der Darmbakterien sogar ab. Eine bestimmte Bakteriengattung, Adlercreutzia, scheint als Marker für diese positiven Effekte eine wichtige Rolle zu spielen.

Qualität macht den Unterschied.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Herstellung. Natives Olivenöl extra wird schonend mechanisch extrahiert und behält daher alle bioaktiven Verbindungen, darunter Oleocanthal und Oleuropein, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Raffiniertes Olivenöl wird chemisch verarbeitet, um „Verunreinigungen“ zu entfernen. Dies verbessert zwar die Haltbarkeit und den Geschmack, geht aber auf Kosten dieser wertvollen Verbindungen. „Die Qualität der Fette, die wir konsumieren, ist mindestens genauso wichtig wie die Menge“, betont Erstautor Jiaqi Ni.

Diese Ergebnisse fügen sich nahtlos in das Gesamtbild der mediterranen Ernährung ein, die seit Langem mit beispielsweise einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Nun kommt ein weiterer Mechanismus hinzu: die Darm-Hirn-Achse. Ein vielfältiges und gesundes Mikrobiom scheint entzündungshemmend zu wirken und kann das Gehirn über verschiedene Signalwege schützen.

Die Forscher geben an, dass natives Olivenöl extra nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn im Alterungsprozess schützt.

Die Folgen für eine alternde Gesellschaft.
Demenz und kognitiver Abbau treten aufgrund des Bevölkerungswachstums immer häufiger auf. Die Ergebnisse dieser Studie geben Hoffnung auf eine einfache und leicht zugängliche Präventionsstrategie.

Die Forscher weisen darauf hin, dass der Konsum von (mehr) nativem Olivenöl extra nur eine kleine Ernährungsumstellung mit potenziell großer Wirkung ist, insbesondere für Menschen mit metabolischen Risiken.

Obwohl weitere Forschung selbstverständlich notwendig ist, unterstreicht diese Studie die Notwendigkeit, bewusstere Entscheidungen in Bezug auf unverarbeitete, hochwertige Lebensmittel zu treffen.
Kurz gesagt: Ihre täglichen zwei Esslöffel Olivenöl sind mehr als nur ein Würzmittel. In der richtigen Qualität kann es Ihr Herz, Ihren Darm und Ihr Gehirn schützen. In einer Zeit, in der Prävention immer wichtiger wird, ist dies ein wissenschaftlich fundierter Tipp, der buchstäblich im Supermarkt im Webshop eines kleinen Importeurs von hochwertigem Olivenöl ganz einfach zu finden ist.

[1] Ni et al: Total and different types of olive oil consumption, gut microbiota, and cognitive function changes in older adults in Microbiome - 2026
[2] Schneider et al: Feeding gut microbes to nourish the brain: unravelling the diet-microbiota-gut-brain axis in Nature Metabolism - 2024

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