Fasolada, die griechische Bohnensuppe

Auch im östlichen Mittelmeerraum kann es in den Wintermonaten recht kalt werden. Dort schneit es sogar mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Für diese trostlosen Wintermonate wird fast überall in dieser Region eine weiße Bohnensuppe serviert. Historische Quellen berichten, dass die Suppe in Zeiten von Armut, Krieg und Fasten ein Grundnahrungsmittel war. Diese Suppe war (und ist) das ultimative Comfort Food.
Fasolada (Φασολάδα) ist eine traditionelle griechische Suppe aus weißen Bohnen, die von vielen Griechen als Nationalgericht angesehen wird. Der Name der Suppe leitet sich vom altgriechischen Wort phásolos (φάσηλος) ab, das – wenig überraschend – „Bohne“ bedeutet.

Das Gericht ist seit Menschengedenken fester Bestandteil der griechischen Küche und wird nicht nur im Winter, sondern auch während der orthodoxen Fastenzeiten aufgetragen.

Die Tradition
Die Suppe besteht traditionell aus eingeweichten und gekochten weißen Bohnen, ergänzt durch Zwiebel, Karotte, Stangensellerie, Knoblauch, reife Tomaten oder Tomatenmark, extra natives Olivenöl, Lorbeer, Oregano, Salz und Pfeffer. Manchmal wird etwas Chili oder Paprika hinzugefügt, doch das sind nach griechischen Maßstäben moderne Ergänzungen und daher keineswegs traditionell.

Das extra native Olivenöl spielt eine wichtige Rolle, denn es verleiht der Suppe ihren charakteristischen Geschmack und die cremige Textur.

Fasolada war von jeher ein preiswertes und nahrhaftes Gericht. Die Bohnen liefern die so notwendigen Proteine und Ballaststoffe zu geringen Kosten.

Auch heute noch bleibt es ein Gericht, das in den meisten griechischen Haushalten und Tavernen auf der Speisekarte steht. In manchen Klöstern wird es den Besuchern mit Brot serviert.

Die Suppe wird heiß serviert, oft mit einem zusätzlichen Schuss Olivenöl darüber, einigen schwarzen Oliven, Feta und knusprigem Brot. Regionale Variationen gibt es überall im Mittelmeerraum, doch die Grundlage bleibt einfach: Bohnen, Gemüse und Olivenöl.

Zurück zu den Grundlagen
Schlägt man heutzutage ein Kochbuch mit griechischen Rezepten auf, stellt man fest, dass Fasolada eine Suppe ist, in die inzwischen viele Zutaten verarbeitet werden. Für eine Suppe, die für die dunklen Jahreszeiten bestimmt ist, vielleicht ein wenig zu viele Zutaten – und deshalb gehen wir diesmal zurück zu den Grundlagen. Die Grundlage dieses Rezepts ist ein Kochbuch aus dem Jahr 1996, was in kulinarischen Begriffen heutzutage als eine Ewigkeit gilt.

Zutaten:
- 500 g weiße Bohnen (aus der Dose oder dem Glas)
- 2 mittelgroße Karotten (in Scheiben geschnitten)
- 2 Stangen Stangensellerie (in Scheiben geschnitten)
- 2 Zwiebeln (fein gehackt)
- 1 Lorbeerblatt
- 1 Teelöffel getrockneter Oregano
- 400 g Tomatenwürfel (aus der Dose)
- 4 Esslöffel extra natives Olivenöl
- 1,5 Liter Wasser
- Salz und Pfeffer

Zubereitung:
- Erhitzen Sie 2 Esslöffel extra natives Olivenöl bei mittlerer Hitze in einem Topf mit dickem Boden.
- Geben Sie die gehackte Zwiebel, Salz und Pfeffer hinzu. Braten Sie dies etwa 4 Minuten bei mittlerer Hitze und rühren Sie regelmäßig um. Fügen Sie anschließend den Knoblauch, den Stangensellerie, das Lorbeerblatt und den Oregano hinzu. Braten Sie weitere 5 Minuten und rühren Sie weiterhin regelmäßig um.
- Geben Sie das Wasser und die Bohnen hinzu. Erhöhen Sie die Hitze und bringen Sie alles zum Kochen; lassen Sie es etwa 3 Minuten kräftig kochen. Reduzieren Sie die Hitze (mittel-niedrig), legen Sie den Deckel auf den Topf und lassen Sie die Suppe 30 Minuten köcheln.
- Verteilen Sie die Suppe auf Teller und beträufeln Sie jede Portion mit etwas extra nativem Olivenöl. Servieren Sie sie mit Brot.

Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Kochzeit: 45 Minuten
Portionen: 4–6

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